
Rückverankerte Gabionenwand entlang der A3
Projekt Informationen
Baumaßnahmen
Sechsstreifiger Ausbau der A 3Auftraggeber
Autobahndirektion Nordbayern, NürnbergBauausführung
Josef Rädlinger GmbH, ChamOrt
Würzburg , DEPlanung
Geoscope GmbH & Co. KG, SteinfurtBauzeit
März bis Juni 2011Verwendete Produkte
Projekt Details


Aufgabe
Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A 3 zwischen Frankfurt und Würzburg wurde die Errichtung eines sehr hohen Stützbauwerks zur Sicherung des talseitig zu erweiternden Straßenquerschnitts erforderlich. Die Ausschreibung für die in topographisch anspruchsvoller Lage nahe der Anschlussstelle Rohrbrunn (Haseltal) auszuführenden Bauarbeiten erfolgte 2010 durch die Autobahndirektion Nordbayern.
Lösung
Die Errichtung der Stützkonstruktion als Kunststoff-Bewehrte- Erde (KBE) - System stellte sich als ökologisch und wirtschaftlich beste aller vom Auftraggeber untersuchten Varianten heraus. Gabionenkörbe, die mit frostbeständigem und druckfestem Kalkstein befüllt sind, bilden eine ästhetische Vorsatzschale für das anspruchsvolle Stützbauwerk. Der Einbau der Gabionenkörbe erfolgte parallel zum Bau der mit Geogittern in Polsterbauweise ausgeführten Tragkonstruktion. Als Erosions- und Rieselschutz wurde ein Vliesstoff im Umschlagsbereich der Geogitter verwendet. Diese verleihen dem Füllboden zusätzliche Zugkräfte und entlasten die Front vom horizontalen Erddruck. Die Ankopplung an die Polsterwand wurde mit korrosionsgeschützen Stahlgittern realisiert. Diese wurden über Steckschließen im vertikalen Abstand von 1,0 m (Höhe Gabionenkorb) mit den Gabionenkörben verbunden und in den Zwischenlagen der Polsterwand rückverankert. Aufgrund der hohen technischen und betrieblichen Anforderungen an das Bauwerk wurde ein komplexes Messsystem zur Dauerüberwachung installiert.
Vorteile
- Wirtschaftliche Bauweise
- Ästhetische und naturnah gestaltete Sichtfläche
- Ökologisch sinnvolles Konzept
- Einsatz flexibler Geogitter mit applizierten Sensoren zur Bauwerksüberwachung
- Einsatz auch bei schwer zugänglichen Baustellen möglich
- Ressourcenschonend und lärmabsorbierend
- Kurze Bauzeit gegenüber konventionellen Stützkonstruktionen
- IVG-Produktzertifikat erübrigt Baustoffeingangsprüfung