
PFAS-Sanierung durch Adsorption und Ionenaustausch
Projekt Informationen
Baumaßnahmen
Errichtung eines PFAS-Monobereich auf einer Deponie für SonderabfälleAuftraggeber
Currenta GmbH & Co. OHGBauausführung
Schwind-Bau GmbH, LeverkusenOrt
Leverkusen , DEPlanung
Frühjahr 2024Bauzeit
September 2025 - heuteVerwendete Produkte
Projekt Details


Situation
Am Standort Leverkusen betreibt die Currenta GmbH & Co. OHG als Betreiber des Chemparks eine DK III-Deponie für Sonderabfälle. Bei dem insbesondere auf die Beseitigung gefährlicher Abfälle aus dem Umfeld der Chemieindustrie und aus der Sanierung kontaminierter Standorte spezialisierten Unternehmen häuften sich Anfragen zur Entsorgung PFAS belasteter Böden. Ziel war die Einrichtung eines PFAS-spezifischen Monobereichs innerhalb der bestehenden Deponiestruktur, der eine technisch sichere, langfristig wirksame und wirtschaftlich kalkulierbare Lösung bietet. Gleichzeitig sollte der Betrieb der Deponie uneingeschränkt fortgeführt und die Einhaltung erhöhter Anforderungen an den Gewässerschutz sichergestellt werden.
Lösung
Als zentrale Barriere kam Tektoseal® Active PFAS zum Einsatz. Die austretenden PFAS werden durch Ionentausch und Adsorption zuverlässig aus dem Sickerwasser entfernt und dauerhaft im Geotextil gebunden. Der Monobereich ist mit einer Kunststoffdichtungsbahn (KDB) basisabgedichtet und verfügt über eine separate Sickerwasser erfassung die das Sickerwasser kontrolliert in einen Probenahmeschacht leitet. Dort erfolgt die regelmäßige Überwachung zur Dokumentation der Wirksamkeit. Der beplante Bereich umfasst insgesamt rund 5.000 m² und wird mit einer Einlagerungshöhe von voraussichtlich etwa 10 m überschüttet. Die Verlegung der speziellen Aktivmatten erfolgte direkt auf einer der verschweißten Kunststoffdichtungsbahn. Insgesamt wurden 28 Rollen Tektoseal Active PFAS 3000 AI WB (5,10 × 40 m) dachschindelartig mit je 25 cm Überlappung eingebaut und unmittelbar mit 30 cm Schlacke zur Windsicherung überschüttet. Die Ausführung übernahm das Bauunternehmen Schwind-Bau aus Leverkusen unter technischer Begleitung von HUESKER.
Vorteile
Mit Tektoseal Active PFAS lässt sich eine aktive, dauerhafte Barriere gegen PFAS ohne zusätzlichen betrieblichen Aufwand realisieren. Im Vergleich zu in-situ-Sorptionsverfahren ist das System unabhängig von der Bodenbeschaffenheit wirksam und flexibel anpassbar. Bereits ab einer Einlagerungshöhe von etwa 2 m stellt das System bei üblichen Belastungen im Vergleich zum Einsatz herkömmlicher Sorptionsmittel eine wirtschaftlich vorteilhafte Lösung dar. Der Ansatz reduziert den Aufwand der nachgeschalteten Abwasserbehandlung, erhöht die Planungssicherheit und macht den Umgang mit PFAS-belasteten Materialien langfristig technisch beherrschbar und kalkulierbar.