
Asphaltverstärkung Trakia Highway - Bulgarien
Projekt Informationen
Baumaßnahmen
Asphaltverstärkung Trakia HighwayAuftraggeber
Bulgarische StraßenbauverwaltungBauausführung
Avtomagistrali EAD zusammen mit Evropeiski Patishta, Strabag, Groma HoldOrt
BGRPlanung
ViaCon in Kooperation mit HUESKERBauzeit
Mai 2025 - Juni 2025Verwendete Produkte
Projekt Details


Situation
Der Trakia Highway zählt zu den wichtigsten Verkehrsadern Bulgariens und verbindet die Hauptstadt Sofia mit der Schwarzmeerküste. Mit bis zu 25.000 Fahrzeugen täglich ist dieser Highway der am stärksten frequentierte des Landes. Gleichzeitig übernimmt die Strecke eine bedeutende Funktion im internationalen Transitverkehr, insbesondere in Verbindung mit der Maritsa Motorway in Richtung Türkei. Über diesen Korridor wird der Verkehr weiter zum Grenzübergang Kapitan Andreevo geführt, einem zentralen Übergangspunkt zwischen Bulgarien und der Türkei. Aufgrund dieser Lage ist der Abschnitt besonders durch Schwerlastverkehr geprägt. Vor allem im weiteren Verlauf Richtung A4, in den Nachtstunden sowie zu Ferien- und Exportzeiten ist mit einem erhöhten Lkw-Aufkommen zu rechnen. Im Bereich des Grenzübergangs Kapitan Andreevo bestimmen zeitweise Lkw-Kolonnen das Verkehrsgeschehen und führen regelmäßig zu längeren Rückstaus. Die Route bildet damit eine zentrale Landverbindung zwischen Mitteleuropa, dem Balkanraum und Istanbul beziehungsweise der Türkei.
Über die Jahre zeigten mehrere Abschnitte gravierende Schäden auf: Längs- und Querrisse, Netzrisse sowie Verformungen und Abplatzungen führten zu sinkendem Fahrkomfort, steigenden Instandhaltungskosten und sicherheitsrelevanten Einschränkungen. Besonders betroffen waren die Abschnitte von km 10–23, km 98–119 und km 241–251. Um eine möglichst geringe Beeinträchtigung des Verkehrsflusses zu gewährleisten, war eine schnelle Sanierung mit kurzen Sperrzeiten erforderlich, die dennoch eine dauerhafte Verbesserung erzielen sollte.
Lösung
Um eine erhebliche Verzögerung von Reflexionsrissen und eine Erhöhung der strukturellen Kapazität erzielen zu können, wurde sich für den Einsatz einer Asphaltbewehrung HaTelit C 40/17 von HUESKER, geliefert durch den Partner ViaCon, entschieden. Dadurch kann eine erhebliche Verlängerung der Nutzungsdauer erzielt werden.
Das Asphaltbewehrungsgitter bestehend aus hochmodulen Polyestergarnen und einer ultraleichten Verlegehilfe, sind vollständig mit einer polymermodifizierten Bitumenbeschichtung (Bitumenanteil > 65%) ausgestattet, und wurden direkt auf die gefräste Asphalttragschicht appliziert. Zur Verlegung des HaTelit C 40/17 wurde eine kationische Bitumenemulsion in einer Menge von 1,0–1,2 kg/m² eingesetzt, was zu einer optimalen Verklebung mit der Unterlage geführt hat. Anschließend wurde eine 10 cm dicke Asphaltbinderschicht sowie eine 4 cm dicke Asphaltdeckschicht über HaTelit C 40/17 eingebaut.
Die Verlegung des HaTelit C 40/17 erfolgte parallel auf drei Abschnitten mit einer Gesamtfläche von 946.000 m² – und wurde mit speziellen Abrollgeräten realisiert. Vor Ort durchgeführte Haftzugtests belegten Werte von bis zu 25 kg und zeigten damit eine starke Verklebung der Asphaltbewehrung mit der Unterlage, was zu einer sehr hohen Prozesssicherheit und einer optimalen Einbindung in die Asphaltkonstruktion führt. Dank der leichten Verarbeitbarkeit ließ sich das Asphaltbewehrungsgitter schnell und effizient einbauen, wodurch diese Arbeiten sehr gut in den Bauablauf des Gesamtprojektes eingebunden werden konnten und die Verkehrsunterbrechungen minimiert wurden.
Vorteile
Der Einsatz von HaTelit C 40/17 bedeutet für den Trakia Highway eine Reihe von Vorteilen
- Längere Nutzungsdauer: Studien zeigen eine bis zu 4-fache Verzögerung der Rissreflexionsbildungen und eine Erhöhung der strukturellen Kapazität der Asphaltkonstruktion.
Als Ergebnis kann eine erhebliche Verlängerung der Nutzungsdauer erzielt werden. - Nachhaltigkeit: Durch den geringeren Sanierungsaufwand wird über 20 Jahre hinweg eine CO2-Reduktion von rund 221.781 t erzielt – das entspricht etwa der jährlichen Stilllegung von 50.000 Pkw.
- Wirtschaftlichkeit: Verlängerung der Sanierungsintervalle senken die Lebenszykluskosten erheblich.
- Schnelle Bauabwicklung: Lieferung und Verlegung von fast einer Million Quadratmetern innerhalb von nur 41 Tagen.
- Robustheit: Über 80 % Restzugfestigkeit nach Einbau garantieren eine sichere Funktion und Performance auch unter anspruchsvollen Bedingungen.
- Praxisgerechte Installation: Direkte Verlegung auf Fräsflächen, hohe Werte der durchgeführten Haftzugtests und reibungsloser Asphalteinbau durch hohe Prozessicherheit


