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HUESKER Synthetic GmbH
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Deutschland
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Projekt Informationen

Baumaßnahme

Deponie Galing II

Ort

Nordenham, Niedersachsen, DE

Auftraggeber

Nordenhamer Zinkhütte GmbH

Planung

IGB Ingenieurgesellschaft mbH, Hamburg / Oldenburg

Bauausführung

Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG, Westerstede; GSE Lining Technology GmbH, Hamburg

Bauzeit

2012 bis voraussichtlich 2018

Galerie

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Projekt Details

Aufgabe

Auf der Deponie Galing, im Landkreis Wesermarsch zwischen Jadebusen und Unterweser gelegen, lagert die Nordenhamer Zinkhütte seit mehreren Jahrzehnten Jarosit, einen anorganischen Rückstand aus der Zinkelektrolyse, ab. Im Sinne der Deponieverordnung stellt die Anlage eine betriebseigene Monodeponie dar. Die Ablagerung des feinkörnigen Produktionsrückstands erfolgte bislang im Spülbetrieb in basisgedichteten Erdbecken. Der abgelagerte, lediglich unter Eigenlast konsolidierte Abfall, ist von einer geringen Festigkeit geprägt und verhält sich thixotrop. Der etwa 14 ha große Abschnitt hatte Ende 2011 die planmäßige Verfüllhöhe erreicht und war daher zu sichern und zu rekultivieren. Der Ablagerungsabschnitt ist aufgrund der Inhaltsstoffe des Jarosits der Deponieklasse DK III zuzuordnen. Gleichzeitig erfolgten in der Zinkhütte Verfahrensänderungen, die zu neuen mechanischen Eigenschaften des Produktionsrückstands führten. Der Abfall weist eine stichfeste Form sowie eine nutzbare Scherfestigkeit auf und kann mit üblichen erdbautechnischen Verfahren bearbeitet werden.

Lösung

Untersuchungen haben gezeigt, dass auf dem vorhandenen, gering tragfähigen und sensitiven „Untergrund“ ein Profilierungskörper aus Erdstoffen aufgebracht werden kann. Voraussetzungen dafür sind neben geringen Lastsprüngen – und einem gewissermaßen erschütterungsfreien Einbau wegen der thixotropen Eigenschaften – eine geosynthetische Bewehrung im Übergang zwischen Jarosit und Profilierungskörper. Zum Einsatz kommt hier ein Bändchengewebe. Eine kontrollierbare Oberflächenabdichtung mit den Komponenten PEHD-Kunststoffdichtungsbahn, geosynthetischer Ton-Dichtungsbahn (GTD) und Dichtungskontrollsystem stellen die optimale Lösung dar. Das Oberflächenabdichtungssystem inklusive Kunststoff- Dränelement wird mit einer Neigung von lediglich 3,5 % eingebaut. Trotz dieses vergleichsweise geringen Gefälles und Entwässerungslängen von bis zu 150 m konnte nachgewiesen werden, dass die zu erwartenden Niederschlagsmengen schadlos abgeleitet werden. Am Ende der Entwässerungsstrecken wird das Kunststoff-Dränelement doppellagig eingebaut. Damit kann in sämtlichen Flächen auf den Einsatz von mineralischem Drainmaterial verzichtet werden.

Vorteile

Der Einbau der GTD hat gegenüber einer 0,5 m dicken mineralischen Abdichtungsschicht vielfältige Vorteile: Schonung der natürlichen Bodenvorkommen, Minimierung von Transportleistungen sowie eine Optimierung des Abfallablagerungsvolumens. Bei der Größe des Ablagerungsabschnitts II von rund 14 ha konnten so etwa 70.000 m³ mineralisches Dichtungsmaterial eingespart und im gleichen Umfang zusätzliches Ablagerungsvolumen geschaffen werden.


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