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HUESKER Synthetic GmbH
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Deutschland
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Projekt Informationen

Baumaßnahme

Sanierung Mittlerer Isar-Kanal

Ort

Moosburg an der Isar, Bayern, DE

Auftraggeber

E.ON Wasserkraft GmbH

Planung

Bau + Plan Ingenieurgesellschaft mbH

Bauausführung

HAGN Umwelttechnik GmbH

Bauzeit

Juni bis November 2013

Galerie

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Projekt Details

Aufgabe

Nach fast 90-jähriger Betriebszeit hat der Zahn der Zeit auch am Mittleren-Isar-Kanal deutliche Spuren an der Betondichtung hinterlassen. Insbesondere im Bereich der Wasserwechselzone sind deutliche Beschädigungen des Betongefüges auszumachen, Abplatzungen und Risse rund um die Arbeitsfugen werden durch Pflanzenwachstum stellenweise zusätzlich beansprucht. Im Zuge umfangreicher Inspektionen waren auch großflächig erodierte Zonen auszumachen. Zwei Abschnitte waren bereits mit Maßnahmen, wie Trockenlegung, oder einer zumindest teilweisen Absenkung des Wasserspiegels instand gesetzt worden. In den 2013 zu sanierenden

Stauhaltungen 4a und 5 war eine solche Absenkung sowohl aus betrieblichen als auch aus wasserrechtlichen Gründen nicht möglich. Die Sanierungsarbeiten mussten daher komplett unter Wasser ausgeführt werden. Zur Sanierung der beiden insgesamt 3 km langen Abschnitte wurde demnach ein verlässliches Dichtungssystem gesucht, das im Unterwassereinbau direkt auf der gealterten Bestandsoberfläche hergestellt werden kann.

Lösung

Bereits 2009 wurde im Rahmen einer Testsanierung ein etwa 150 m langer Teilabschnitt des Mittleren-Isar-Kanals mit einer geosynthetischen Betonmatte ausgeführt. Die Ergebnisse und Erkenntnisse der Ausführung konnten technisch und wirtschaftlich überzeugen. Die Betonmatte besteht aus zwei synthetischen Gewebelagen, die durch regelmäßig angeordnete Stegbändchen miteinander verbunden sind. Der dazwischen liegende Hohlraum wird in-situ mit fließfähigem Beton verfüllt. Das Gewebe übernimmt die Funktion einer verlorenen Schalung, wodurch sich innerhalb kürzester Zeit auch auf steil geneigten Flächen, im Trockenen wie auch unter Wasser, ein robustes Betondeckwerk herstellen lässt. Die Mächtigkeit des Deckwerks kann durch die variable Länge der Stegbändchen bestimmt werden. Konventionelle Schalungsarbeiten entfallen komplett.

Vorteile

Die Entscheidung, die Sanierung der Haltungen 4a und 5 des Mittleren-Isar-Kanals mit Betonmatten auszuführen, stellte vor allem in Kombination mit dem neuartigen Einbauverfahren eine Reihe technischer und ökonomischer Vorteile in Aussicht, die durch die erfolgreiche Ausführung der Maßnahme erreicht wurden. Kaum ein anderes Dichtungssystem lässt sich auf geneigten Flächen unter Wasser derart zuverlässig einbauen. Das flexible Schalungsgewebe war robust genug, um den Beanspruchungen während des Einbaus standzuhalten und adaptierte sich perfekt an die Geometrie des Untergrunds. Eine nachträgliche Überdeckung der Dichtung (als Schutzlage, Auflast etc.) war nicht notwendig. Das Einbauverfahren erlaubte nicht nur pro Tag bis zu 3.000 m² Betonmatte einzubauen, es war auch möglich, über Nacht die Abflussleistung zu erhöhen und den Kraftwerksbetrieb wieder aufzunehmen.


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