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HUESKER Synthetic GmbH
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Deutschland
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Projekt Informationen

Baumaßnahme

140 ha Landgewinnung für Produktion des Airbus A 380

Ort

Mühlenberger Loch/ Elbe, Hamburg, DE

Auftraggeber

DASA, Produktionsstandort der EADS, Hamburg-Finkenwerder

Planung

Kempfert + Partner Geotechnik (Gründung der Randdeiche)

Bauausführung

Josef Möbius Bau Aktiengesellschaft Arbeitsgemeinschaft Mittelstand

Bauzeit

2001-2003

Galerie

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Projekt Details

Aufgabe

Für die Erweiterung des DASA Airbus Werkes (EADS) in Hamburg-Finkenwerder sollte ein neuer Deich einen Polder umschließen und so eine Fläche von 140 ha Neuland schaffen. Diese Werkserweiterung war für die Produktion des neuen Airbus A 380 notwendig.

Das Hauptproblem, sowohl für den Randdeich wie auch für die Aufhöhung im umpolderten Bereich, lag im extrem weichen Untergrund (Schlick mit cu-Werten zwischen 0,5 und 10 kN/m2). Die Schlickschicht war zwischen 8 und 14 m dick. Sie war weder befahrbar noch begehbar. Die ursprüngliche Planung basierte auf einer 2,5 km langen Spundwand im Deichbereich, die bis zu 40 m tief ist, und dazu dienen sollte, das Stabilitätsproblem des Umschließungsdeiches zu lösen.

Lösung

60.000 geokunststoffummantelte Sandsäulen (GEC) mit Längen zwischen 4 und 14 m wurden im Mühlenberger Loch als Gründungssystem für einen 2,4 km langen Deich eingesetzt. Die neu erschlossene Fläche wurde bis auf eine Höhe von 3 m über dem Meeresspiegel angefüllt. Die Geokunststoffummantelung mit einem Durchmesser von 800 mm bewirkt durch ihre hohe Ringzugkraft eine Radialunterstützung der Sandsäulen in den weichen Bodenschichten, sowohl in der Bau- wie auch in der Betriebsphase. Es handelt sich bei den GEC’s nicht um Sanddräns, sondern um tragende Elemente. Die Abstände zwischen den Mittelpunkten der Sandsäulen betragen in der Regel 1,7 bis 2,4 m. Der Einbau einer Angleichs- und Bewehrungslage über den geokunststoffummantelten Sandsäulen war Voraussetzung für den Beginn der eigentlichen Deichkonstruktion.

Vorteile

Die alternative Lösung mit GEC‘s brachte enorme Einsparungen: 35.000 Tonnen Spundwände, 15 ha zusätzliche Landgewinnung, 1,1 Millionen m³ Sandanfüllung, 8 Millionen Liter Treibstoffverbrauch und mehr als ein Jahr Bauzeitverkürzung.


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