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Deutschland
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Projekt Informationen

Baumaßnahme

ÖBB Semmering Basistunnel

Ort

Semmering, Steiermark, AT

Auftraggeber

ÖBB Infrastruktur AG

Planung

IG Bilek + Krischner GmbH/Graz INSITU Geotechnik ZT GmbH/Graz

Bauausführung

G. Hinteregger & Söhne Bauges.m.b.H./ Salzburg

Bauzeit

Februar 2013 bis Januar 2014

Galerie

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Projekt Details

Aufgabe

Mit dem Bau des Semmering Basistunnels zwischen Mürzzuschlag und Gloggnitz in Österreich wird ein maßgeblicher Beitrag zur Beseitigung der infrastrukturellen Engpässe entlang der Baltisch-Adriatischen Achse (BAA) – einer der wichtigsten Nord-Süd-Eisenbahntransversalen Europas – geleistet. Ziel des Ausbaus der BAA ist es, Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der anliegenden Regionen zu schaffen. Für die Entsorgung des Tunnelausbruchmaterials des etwa 27 km langen Semmering Basistunnels wird im Bereich

des Longsgrabens eine Deponie in unwegsamem, schwierigem Gelände errichtet. Vor den eigentlichen Bauarbeiten an der Deponie waren umfangreiche Erd- und Straßenbaumaßnahmen im Projektgebiet erforderlich. Dazu war es unter anderem erforderlich, das Bachbett des Longsbaches um bis zu 50 Höhenmeter von der Grabensohle auf die westliche Talflanke des Longsgrabens auf einer Länge von mehr als einem Kilometer zu heben und durch umfangreiche Hangsicherungsmaßnahmen und Steilböschungen zu stabilisieren.

Lösung

Für die Ausführung der bis zu 25 m hohen, 75° geneigten Steilböschungen wurde ein „KBE“ System gewählt, welches eine kostengünstige und ressourcenschonende Bauweise darstellt. Die Errichtung der Steilböschungen erfolgte in Polsterbauweise. Als Bewehrung wurden Geogitter auf einem 25 m hohen kunststoffbewehrten Damm Nördliche Zufahrtsstraße zur Deponie eingesetzt. Diese Geogitter bieten aufgrund hoher Produktflexibilität und ausgeprägtem Kraft-Dehnungsverhalten optimale Voraussetzungen für den Einsatz bei technisch anspruchsvollen Bauvorhaben. Der mittlere Abstand der Bewehrungslagen betrug projektspezifisch ca. 55 cm. Der Einbau und die Verdichtung des Füllbodens zwischen den Geogitterlagen erfolgte in zwei Stufen. Als verlorene Schalung kamen vorgebogene Baustahlgitter zum Einsatz, die einen besonders wirtschaftlichen Bauablauf und gleichzeitig eine ebene Frontausbildung der Konstruktion ermöglichten. Zur Verhinderung von Erosion des Füllbodens im Frontbereich an der Böschungsoberfläche wurden an der Innenseite der verlorenen Stahlschalung feinmaschige Erosionschutzgitter angeordnet.

Vorteile

Die bewehrten Steilböschungen wurden für eine temporäre Nutzung (15 Jahre) ausgelegt, da diese im Zuge der Verfüllung der Deponie mit Tunnelausbruchsmaterial eingeschüttet werden und keine statische Funktion mehr erfüllen müssen. Somit konnte eine wirtschaftliche Dimensionierung der Geokunststoffbewehrung erfolgen. Insgesamt konnten die Bauarbeiten im vorgesehenen engen Zeitfenster realisiert werden. Zudem bietet das System KBE aufgrund der flexiblen Konstruktionsart im Vergleich zu anderen Systemen signifikante Vorteile bei inhomogenen Untergrundverhältnissen und bei schwierigen Geländeformationen.


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