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Tragschichtbewehrung mit Geogitter - Typ Fortrac® T Herrenberg

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Tragschichtbewehrung mit Geogitter - Typ Fortrac® T
Wertstoffzentrum Herrenberg

Allgemeines
Im Auftrag des Landkreises Böblingen wurde 1996/1997 in Herrenberg ein Wertstoffzentrum mit Wertstoffhof, Holzsammelstelle und Kompostierungsflächen für Baum- und Strauchschnitt eingerichtet. Den Auftrag für Planung und örtliche Bauleitung erhielt die ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner in Karlsruhe, die Bauausführung übernahm die Firma RMS Richard Mayer GmbH + Co. KG Straßen- und Tiefbau Sindelfingen, Niederlassung Tübingen. Das Geogitter Fortrac® 40/40-35 T für die erforderlich Tragschichtbewehrung wird von der Firma HUESKER Synthetic in Gesche hergestellt und geliefert. Baugrundverhältnisse Die gesamten Flächen von ca. 20.000 m2, auf denen das Wertstoffzentrum gebaut werden sollte, waren mit einer Auffüllung in einer Stärke bis zu 20 m bedeckt, die vorher ohne eine Kontrolle der Zusammensetzung und Verdichtung aufgebracht worden war. Dieses Füllmaterial hatte man in 2 m-Lagen (und mehr), teilweise unkontrolliert "vor Kopf", geschüttet. So war eine inhomogene Fläche mit sehr unterschiedlichen Tragfähigkeiten entstanden. Die auf der OK des Planums gemessenen Ev2-Werte lagen im Bereich von 20 MN/m2 bis zu 30 MN/m2. Aufbau der Tragschichten Aufgrund dieser schwierigen Ausgangssituation wurde vom Planer, der ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner in Karlsruhe, eine Geokunststoffbewehrung der Tragschichten vorgeschlagen. Im Bereich der bituminös befestigten Flächen plante man die Tragschicht als kombinierte Frostschutztragschicht (KFT) in einer Dicke von 0,42 m aus einem Kalkschotter 0/56 mm. Auf den nur mit Mineralbeton (0/32 mm, Schotter-Splitt-Sand-Gemisch nach TVT) befestigten Flächen (Holzsammelplatz und Fläche für Baum- und Strauchschnitt) wurden einheitlich 60 cm Mineralbeton in zwei Lagen à 30 cm vorgesehen. Für die OK des Mineralbetons bzw. der KFT wurde ein Verformungsmodul von Ev2 ≥ 100 MN/m2 gefordert. Um diese Module zu erreichen, musste in beiden Bereichen ein geeignetes Geogitter als Tragschichtbewehrung verlegt werden. Das erfolgte zweckmäßigerweise in der Ebene der UK Tragschicht. Ergebnisse des Probefeldes Im Zuge der Erdarbeiten wurde im Oktober 1996 ein Probefeld mit den Abmessungen 8 x 10 m eingerichtet.
Hierbei wurden zwei Typen der Geogitter Fortrac® von HUESKER Synthetic
getestet:
Fortrac® 35/35-35 und Fortrac® 40/40-35 T, mit folgenden Kennwerten:

Die gestellte Anforderung Ev2 ≥ 100 MN/m2 wurde auf beiden Testflächen erfüllt. Man wählte das Geogitter Fortrac® 40/40-35 T, weil auf dieser Testfläche ein sehr gutes Verdichtungsverhältnis Ev2/Ev1 mit Werten unter 2,10 erreicht wurde und auch eine Reserve in der Zugfestigkeit des Geogitters wegen der sehr unterschiedlichen Tragfähigkeit des Planums sinnvoll erschien. Die Ergebnisse der ausgeführten Lastplattenversuche sind wie folgt:

Schlussfolgerung
Die durchgeführte Untersuchung bewies, dass bei Einsatz des Geogitters Fortrac® 40/40-35 T die erforderliche Tragfähigkeit sicher erreicht werden konnte. Es zeigte sich, dass die gestellte Anforderung in diesem Fall mit einem relativ leichten, flexiblen und gewebten Geogitter erfüllt wurde. Dies hatte große Bedeutung für die wirtschaftlichen Belange des Bauvorhabens. Die während der Bauarbeiten kontinuierlich erfolgte Tragfähigkeitskontrolle durch die ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner in Karlsruhe, bestätigte in alle Prüfpunkten die Erfüllung der gestellten Anforderung. Die Erdarbeiten konnten so fachgerecht und nach Zeitplan ausgeführt und abgenommen werden.