Geosynthetische Sandmatte zur
Sohlensicherung an der Elbe bei Torgau
Die Situation
Im Sommer 1994 führte die ARGE Strombau Elbsohle Torgau Baumaßnahmen in der Elbe zur Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen im unmittelbaren Anschluss an den Torgauer Felsen durch. Damit wurden die Beseitigung des Mittelpfeilers der alten Straßenbrücke und die Stützung der Wasserspiegellage bei weiterer Fahrrinnenverbreiterung im Felsenbereich zu einem späteren Zeitpunkt vorbereitet.
Die Arbeiten beinhalteten den Verbau von Übertiefen durch Einbau von Grundschwellen und Auffüllung der Zwischenfelder zwischen km 154,62 (Ende der Felssohle) und km 155,70 (unterhalb der Eisenbahnbrücke).
Gemäß dem Leistungsverzeichnis des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Dresden waren insgesamt folgende Leistungen zu erbringen:
ca. 2.000 m3 Nassbaggerung
ca. 14.600 m2 Sandmatten
ca. 12.300 m3 Schüttsteinabdeckung
ca. 560 m3 Sandsackverbau
ca. 23.000 m3 Kiessand liefern und verklappen
Ablauf der Baumaßnahmen
Die elf Grundschwellen stellte man unter Berücksichtigung der laufenden Schifffahrt kontinuierlich von Unterstrom nach Oberstrom her. Der Grundschwelleneinbau wurde schrittweise durchgeführt:
1. Nassbaggerung mit Eimerketten-Schwimmbagger für die Gründungsfläche der Sandmatten
2. Einbau der Sandmatten als Sohlensicherung und deren sofortige Lagesicherung durch Sandsäcke oder Schüttsteine
3. Herstellung der Grundschwelle Unmittelbar nach Fertigstellung der zugehörigen Grundschwellen erfolgte die Sohlenaufhöhung und Stabilisierung baufeldweise.
Bis 0,40 m unter Zielsohle wurde Kies 8/120 eingebaut. Anschließend deckte man die lose Kiessohle mit einer 20 cm dicken Lage aus Schüttsteinen Größenklasse 0 ein. Den Abschluss der Sohlensicherung bildete der „Einstreu“ eines Kiesgemisches 2/8 in das Steingerüst.
Anforderungen an die Sandmatte
Als Sohlensicherung forderte das WSA Dresden doppellagige, sandgefüllte Geosyntheticmatten mit Stahlbandarmierung und Kettenbeschwerung. Bei einem Gesamtflächengewicht von _> 6000 g/m2 musste das mechanisch verfestigte Geosynthetic filterstabil gegen die Bodentypen 1-4 sein und einen Faseranteil von mindestens 1000 g/m2 aufweisen. Die beiden Geosynthetics (Träger- und Abdeckvliesstoff) mussten durch die Ballastlage hindurch fest miteinander verbunden sein, um eine Umlagerung des Füllsandes weitgehend zu verhindern.
Die Vliesstoffe dienen als Filter, während die Sandfüllung als Ballast den Einbauvorgang erleichterte und die Lagestabilität des Geosynthetics im Bauzustand ohne Auflast verbesserte. Zusätzlich war jede Sandmatte (3,6 m breit und 18,0 m bzw. 12,0 m lang) werkseitig mit drei Flachstahlaufsteifungen und zwei Kolkschutzketten ausgerüstet. Die Sandmatten wurden mit einer Überlappung von mind. 1 m verlegt.
Die ARGE, bestehend aus den Firmen Reinhold Meister GmbH und Domarin GmbH, beauftragten HUESKER Synthetic mit der Herstellung und Lieferung der Sandmatten. Unter Verwendung des bereits bekannten Wasserbau-Vliesstoffes HaTe® K 251 als Trägerschicht konzipierte HUESKER einen dreilagigen Verbundstoff, der durch Nähte im Abstand von 25 mm kraftschlüssig verbunden ist. Alle geosynthetischen Komponenten bestehen aus Polyester.
Bei Fragen zu diesen oder anderen HUESKER Produkten und deren Anwendungsmöglichkeiten beraten wir Sie gern.
Objekt: Sohlensicherung an der Elbe bei Torgau
Bauherr: Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), Dresden
Baufirma: ARGE Strombau Elbsohle Torgau
Bauzeit: Sommer 1994
Produkt: Geosynthetische Sandmatte



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