Fortrac®-Geogitter machen High-Speed möglich:
Bau eines 20 m hohen mit Fortrac® bewehrten
Erdkörpers am Nürburgring
Situation
Fortrac®-Geogitter ermöglichten den Bau einer 20 m hohen Stützwand als Teil der Erweiterung der Grand-Prix-Strecke. Die Stützwand fügt sich am Rand der neuen Mercedes-Benz-Arena in die Rennstrecke ein, so dass die neue Streckenführung unter- und oberhalb der Stützwand verläuft.
Ausführung
Der Auftraggeber entschied sich für eine Kunststoff-Bewehrte-Erde (KBE) mit Fortrac®-Geogittern als wirtschaftlichste Lösung, um den Geländesprung von 20 m unter den vorgegebenen Platzverhältnissen zu überbrücken. Auf einer Strecke von ca. 190 lfm. beträgt die Böschungsneigung ca. 70° bei einer Gesamthöhe von bis zu 21 m. Da als Füllboden größtenteils HMV-Asche 0/32 mm verwendet werden sollte, wurde auf die Chemikalienbeständigkeit (z.B. pH-Werte von ca. 12) der verwendeten Geogitter besonders großer Wert gelegt. Der in Lagen von 0,45 m Stärke eingebaute Füllboden wurde deshalb mit Fortrac®-Geogittern aus PVA mit unterschiedlichen Zugfestigkeiten gemäß Statik und Ausführungsplanung bewehrt. Abgewinkelte Baustahlgitter dienen als verlorene Schalung und zur Frontgestaltung der Böschung. Ein Kokosgewebe unter dem Stahlgitter auf der ca. 3.000 m2 großen Ansichtsfläche der Böschung verhindert ein Ausrieseln des Füllbodens während Einbau und Verdichtung und schützt vor Bodenerosion. Zur Primärbegrünung wurde auf dem Kokosgewebe nach Fertigstellung der Stützwand eine Anspritzbegrünung durchgeführt. Pünktlich zum Saisonbeginn 2002 konnten die umfangreichen Arbeiten abgeschlossen werden.
Sicherheit
Die statische Bemessung erfolgte nach dem Partialsicherheitskonzept auf der Grundlage der EBGEO. Das Bauwerk wird messtechnisch überwacht. Erste Messungen haben gezeigt, dass Setzungen und Verformungen kaum nachweisbar sind bzw. im Bereich der Messgenauigkeit liegen.
Vorteile
• witterungsunabhängiger Einbau der Geogitter auch während der langen Frostperiode in der Eifel
• sehr flexible Lösung im Hinblick auf Konstruktion, Technik und Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten
• einfache Bauweise
• minimale Setzungen und Verformungen
• potenzielle Setzungen und Verformungen sind unschädlich
• Fortrac® aus PVA ermöglicht die Verwendung von günstig verfügbarem Füllboden
• sehr wirtschaftliche Lösung
Objekt/Ort: Grand-Prix-Strecke Nürburgring, „Mercedes-Benz-Arena“
Auftraggeber: Nürburgring GmbH
Planung: Ing.-Büro Tilke, Aachen
Statik/Ausführungsplanung: IBH – Ingenieurbüro Dipl.-Ing.Herold, Weimar
Baufirma: Schnorpfeil GmbH & Co. KG, Treis-Karden
Bauzeit: 11/2001 bis 04/2002
Produkte: Fortrac® Typ 110/25-20/30MP, Fortrac® Typ 80/25-20/30MP, Fortrac® Typ 35/20-20/30MP



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