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DB-Ausbaustrecke Uelzen-Stendal mit Geogitter Fortrac® bewehrt

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DB-Ausbaustrecke 51 Uelzen-Stendal
mit Geogitter Typ Fortrac® bewehrt

Ablauf der Baumaßnahmen
Die Deutsche Bahn AG läßt im Rahmen der “Verkehrsprojekte Deutsche Einheit” die überregional wichtige West-Ostverbindung Uelzen-Stendal ausbauen. Eine ARGE der Bauunternehmen Matthäi, Bothe und Meyer erhielt den Auftrag zur Ausführung der Bauarbeiten. Im Abschnitt von km 571,16 bis 571,60 am “Harper Mühlenbach” liegt die Ausbaustrecke 51 auf einem bis zu 6 m hohen Damm, die Planumsbreite beträgt bis zu 10 m. Nach 1945 wurde dieser Abschnitt nur eingleisig genutzt. Die Strecke wird nun zweigleisig für eine Geschwindigkeit VE=160 km/h mit Schotteroberbau ertüchtigt und elektrifiziert. Für die aus diesem Ausbau resultierenden Mehrbelastungen ist die Gesamtsicherheit des vorhandenen Bahndammes unzureichend. Zusätzlich ist aufgrund von Torflagen im Untergrund mit Setzungen infolge der höheren Lasten zu rechnen. Eine Dammverbreiterung im natürlichen Böschungswinkel kam aus ökologischen und ökonomischen Gründen nicht in Frage. Deshalb wurde vom Planer eine aufgesetzte geogitterbewehrte Steilböschung mit bis zu 3 m Höhe und einer Neigung von 45° vorgesehen. Hierfür bestand bereits die vom Eisenbahn Bundesamt erteilte “Zustimmung im Einzelfall”. In enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten kam ein von HUESKER Synthetic ausgearbeiteter Sondervorschlag zur Anwendung. Wie bei mehreren bereits erfolgreich ausgeführten Projekten für die Deutsche Bahn wurde der Damm auf Fertigmörtelstopfsäulen mit einer darauf liegenden horizontalen Geogitterbewehrung geschüttet. Die Säulen und die Bewehrung erhöhen die Gesamtstabilität und ermöglichen eine nahezu setzungsfreie Gründung des Dammkörpers mit übersteilen Böschungen.
Anforderung an die Geokunststoffbewehrung
Die in der ersten Planung vorgesehene kostspielige Lösung, den Dammkörper an den Böschungsflanken mit rückverankerten Spundwänden zu sichern, entfiel. Der vorhandene Dammkörper wurde bis auf eine genau definierte Höhe abgetragen. Danach wurden durch den verbleibenden Damm hindurch, bis in den tragfähigen Untergrund, vermörtelte Rüttelstopfsäulen mit einem Durchmesser von 60 cm eingebracht. Der Achsenabstand der Säulen betrug 1,75 m. Auf einer 20 cm starken Ausgleichsschicht wurden Geogitter - Typ Fortrac® quer zur Dammachse mit 400 kN/m und längs zur Dammachse mit 150 kN/m Kurzzeitzugfestigkeit verlegt. Darauf ließ sich dann problemlos der aufgesetzte übersteile Damm laut Vorplanung aufbauen. Um für die Böschung den Winkel von 45° genau einzuhalten, setzte man die begrünbare Stützkonstruktion Typ Textomur®, ein. Es handelt sich hier um eine Systemlösung aus vorgefertigten Stahlmatten, die mit einem Vegetationsvliesstoff hinterlegt werden. Zur Böschungsstabilisierung kamen Geogitter Typ Fortrac®, je nach Höhenlage mit den erforderlichen Festigkeiten zum Einsatz. Im Frontbereich der Böschung baute man dann einen humosen begrünungsfähigen Boden ein. Als Dammmaterial wurde ein Mineralgemisch mit einem inneren Reibungswinkel > 32,5° geschüttet und lagenweise auf Dpr = 97% verdichtet. Anschließend wurde die Böschung im Hydrosaatverfahren begrünt. Der somit erstellte übersteile Bahndamm ist nun in der Lage, die neuen Fahrspuren ohne Ausbreitung der Aufstandsfläche aufzunehmen. Alles in allem führte der Alternativvorschlag mit Horizontalbewehrung auf Pfählen und übersteilen Böschungen mit Geogitter Typ Fortrac®, zu einer wirtschaftlich günstigeren Ausführung der Baumaßnahme.