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Bau einer Straßenbrücke bei Ullerslev mit Fortrac®-Geogittern

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Bau einer Straßenbrücke bei Ullerslev/Dänemark
Brückenwiderlager aus Geokunststoffbewehrter Erde
mit Fortrac®-Geogittern

Situation
Für Brückenwiderlager aus bewehrter Erde entschied sich die Dänische Staatsbahn (DSB), als man eine Straßenbrücke über die Eisenbahnhauptstrecke Nyborg-Fredericia auf der Insel Fünen baute. Der Baugrund für diese Brücke bei Ullerslev besteht aus glazialem Ton, so dass mit erheblichen Setzungen der Widerlager gerechnet werden musste. Die in solchen Fällen übliche Pfahlgründung schied jedoch aus wirtschaftlichen Gründen aus, und stattdessen wählte die DSB eine flexible Stützkonstruktion aus Boden und Geogittern. Die Straßenbrücke mit einer Spannweite von 15,5 m besteht aus einer 11 m breiten Stahlkonstruktion, die auf 8 m hohen Widerlagern ruht. Jedes Widerlager hat aus Eigengewicht 2000 kN und aus Verkehrslasten 1700 kN zu tragen.
Ausführung
Für die Brückenwiderlager verwendete man als Füllboden einen Kiessand, der auf 100% Proctordichte verdichtet wurde. In einem Lagenabstand von 50 cm wurde der Boden mit einem Fortrac®-Geogitter, Typ 110/30-20 bewehrt, so dass das Brückenwiderlager mit 81° Frontneigung nahezu vertikal gebaut werden konnte.
Fortrac® 110/30-20 ist ein flexibles Geogitter der Firma HUESKER Synthetic und verfügt über eine Kurzzeitfestigkeit von 110 kN/m in Längsrichtung. Es wird aus hochmodulem Polyester in verschiedenen Festigkeiten hergestellt. Für die Fortrac®-Geogitter liegt eine Bauzulassung des „British Board of Agrément“ vor, in der die Bemessungsgrundsätze dargestellt sind.
Die Baufirma Jørgensen & Søn A/S aus Odense baute die Brückenwiderlager in der Zeit von Dezember 1991 bis Januar 1992. Die Brücke selbst errichtete man im August 1992. Seit Dezember 1991 werden die Verformungen der Brückenwiderlager-Ansichtsflächen in 40 Messpunkten gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass nahezu sämtliche Verformungen der Widerlager durch den Untergrund verursacht sind. Die Setzungen betrugen bis zum Sommer 1993 max. 40-50 mm, davon ca. 10 mm seit Errichtung des Brückenoberbaues. Das Brückenwiderlager aus bewehrter Erde selbst hat sich nur um ca. 2 mm gesetzt. Danske Statsbaner äußerte sich zu diesem Projekt in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht positiv. Man darf daher abschließend sagen, dass sich die Methode der bewehrten Erde auch hier wieder bewährt hat.