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Bahndammkonstruktion auf Pfählen mit Fortrac®

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ICE – Strecke Hamburg-Berlin; Abschnitt Paulinenaue
Bewehrung der Bahndammkonstruktion auf Pfählen
mit Fortrac®-Geogittern

Die Situation:
Nachdem das Projekt der Hochgeschwindigkeits-Magnetschnellbahn von Hamburg nach Berlin aufgegeben wurde, entschloss sich die Deutsche Bahn AG für eine zweite Ausbaustufe der bestehenden Gleisstrecke. Diese Gleisstrecke hatte man bereits in den 90er Jahren für eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgebaut. Durch den zweiten Ausbau können Spitzengeschwindigkeiten von 230 km/h erzielt und die Fahrzeit von Hamburg Hbf nach Berlin Bahnhof Zoo auf 100 Minuten reduziert werden. Die größte Herausforderung stellte der Unterabschnitt Paulinenaue-Friesack auf einer Länge von 14,5 km des Bauabschnittes Spandau-Neustadt dar. Der moorige Untergrund ist dort wenig tragfähig.
Die Lösung:
In der Planungsphase hatte die DB ProjektBau GmbH zunächst eine Teilsperrung mit eingleisigem Bahnbetrieb wie in den anderen Bauabschnitten, favorisiert. In Abstimmung mit der ARGE entschied man sich für eine zeitlich begrenzte (76 Tage) Vollsperrung und ein Drei-Schicht-System an sieben Tagen in der Woche.
Auf dem betroffenen Abschnitt wurde an mehreren Stellen gleichzeitig mit den Bauarbeiten begonnen. Zunächst baute man den bestehenden Gleiskörper mit Unterbau vollständig zurück. Der anstehende moorige Grund wurde dann bis auf die Höhe des Grundwasserspiegels ausgetauscht. Die Stopfsäulen der Pfahlgründung kürzte man bis auf den anstehenden Grund ein und bei Bedarf wurden diese saniert. Darauf erfolgte dann der Aufbau der neuen Dammkonstruktion. Nach einer Lage Mineralgemisch, Schichtstärke 20 cm, wurden drei Lagen Fortrac®-Geogitter vom Typ R 200/200-30 M aus PVA in Abständen von jeweils 30 cm eingebaut. Die Verlegung des Fortrac®-Geogitters erfolgte quer zur Fahrtrichtung mit jeweils einem Meter Überlappung auf einer Breite von 14 m. Da das Geogitter in einer Rollenlänge von 210 m konfektioniert geliefert wurde, reduzierte sich der Verschnitt auf ein Minimum. Inzwischen ist die Strecke seit längerem vorschriftsmäßig in Betrieb. Durchgeführte Messergebnisse bestätigen den Erfolg dieser hochwertigen technischen Lösung.
Objekt/Ort: ICE-Strecke Hamburg-Berlin; Bauabschnitt Paulinenaue
Auftraggeber: DB ProjektBau GmbH
Auftragnehmer: ARGE ABS Hamburg-Berlin, PRA 1 Wittfeld, Wiebe, v.d. Wettern, Freytag und Matthäi
Bauzeit: Sommer 2003
Produkt: Fortrac®-Geogitter, Typ R 200/200-30 M