Fortrac®-Geogitter ermöglichen schnellen Bau eines Lärmschutzwalles in Neuss-Allerheiligen
Ein Neubaugebiet muss vor Lärm geschützt werden. Das gilt für eine Fläche im Neusser Stadtteil Allerheiligen ganz besonders – ist es doch quasi von vier Geräuschquellen „umzingelt“: 900 Meter östlich befinden sich Betriebe der Aluminiumindustrie, nordöstlich grenzt die Bahnlinie Krefeld-Neuss-Köln an, außerdem sind die BAB A 57 und eine Kreisstraße nicht weit entfernt.
Lärmschutzmaßnahmen waren bei diesem Projekt also besonders wichtig: So sollte unter anderem ein zehn Meter hoher Wall zu den Gleisen hin gebaut werden. „Bei dieser Höhe macht es wenig Sinn, auf eine konventionelle Lösung zu setzen, zum Beispiel eine Winkelstützmauer aus Beton“, erklärt Christian Kortboyer, Projektverantwortlicher der Firma HUESKER. Neben ästhetischen Gründen sprach hier deshalb vor allem der Preis für die Variante „Kunststoffbewehrte Erde“ (KBE), die vom Planungsbüro GFP Dr, Gärtner & Partner, Duisburg, vorgeschlagen wurde.
(Kosten-)Vorteil Fortrac®
Dass sich die Bauunternehmung Johann Bunte aus Willich für das Fortrac®-Geogitter aus dem Hause HUESKER entschied, hatte ebenfalls mit der Kostenkalkulation zu tun. So gibt es zwar Geogitter anderer Hersteller – Untersuchungen haben jedoch klar aufgezeigt, welche Vorteile flexible Geogitter, wie zum Beispiel Fortrac®, gegenüber der Konkurrenz haben: Das Gitter aus Gescher lässt sich deutlich einfacher und mit weniger Personalaufwand einbauen. Gerade aber die Lohnkosten beim Verlegen machen einen nicht unerheblichen Teil der Gesamtrechnung beim Bau von steilen Böschungen und Stützkonstruktionen aus für die Baupreiskalkulation…beim Einbau von Geokunststoffbewehrungen).
Hohe Zugkraft, geringe Dehnung
Das Geogitter von HUESKER erwies sich bei diesem Bauprojekt auch deshalb als das richtige Produkt, weil hier zwei schwierige Herausforderungen zusammenkamen: Der überwiegende Teil des Walls ist mit zehn Metern sehr hoch, zur Bahnseite hatte man es zudem mit einem steilen Böschungswinkel (ß ≈ 68 Grad) zu tun. Diese Bedingungen erfordern besondere Maßnahmen zur Gewährleistung der Standsicherheit. Gerade Fortrac® zeichnet sich durch eine hohe Zugkraft bei geringer Dehnung, geringe Kriechneigung und einen guten Verzahnungseffekt mit dem zu bewehrenden Boden aus. Nur so konnte der „monolithische Erdblock“ entstehen, den der Bauherr, die LEG Stadtentwicklung GmbH & Co. KG, Dortmund, als Hinterfüllung der bahnseitig gelegenen Gabionenwand verlangte.
Und noch ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem Zusammenspiel mit den Gabionenkörben. Das Geogitter wurde in die Drahtkörbe eingelegt und mit einer Spiralfeder sowie der Auflast der Gabionenfüllung fixiert. Diese Fixierung gibt der Schnittstelle zwischen Frontelement und Hinterfüllbereich zusätzliche Stabilität. Die Gabionen machen den Lärmschutzwall außerdem zu einer „grünen Wand“, in Wohngebieten ein zusätzliches Plus. Etwa 90 Prozent der Körbe wurden nach Abschluss der Baumaßnahme bepflanzt.
Dass schneller Einbau mit Haltbarkeit verbunden sein kann, zeigt das Fortrac®-Geogitter übrigens auch: Es ist sehr gut beständig gegen chemische und biologische Einflüsse im Boden, ebenso gegen UV-Strahlung und mechanische Beschädigung, Eigenschaften, die nicht nur beim Bau von Kunststoff-Bewehrter-Erde (KBE) eine wichtige Rolle spielen. Dass in Neuss-Allerheiligen etliche Quadratmeter Geogitter in kurzer Zeit verlegt werden konnten und die Gesamtbauzeit nur sechs Monate betrug, zeigt: Flexibilität zahlt sich aus.







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