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40 Jahre Erfahrung mit Asphaltbewehrung von HUESKER – ein Rückblick

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40 Jahre Erfahrung mit Asphaltbewehrung von HUESKER – ein Rückblick

Das Unternehmen HUESKER wurde als H.&J. Huesker & Co. im Dezember 1861 in Gescher gegründet. Bereits 1958 erkannte das Unternehmen die  hervorragenden Zukunftsaussichten synthetischer Gewebe und begann mit der Herstellung von Filterplanen und Deichsäcken. Die kontinuierliche Ausweitung des Produktprogramms führte dann 1973 zur Gründung der eigenständigen HUESKER Synthetic.

 

Erste Anwendungen einer Asphaltbewehrung Ende der 60´er Jahre

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Erste Ideen ein Gewebe für den Straßenbau herzustellen entstanden Ende der 60’er Jahre. Die Grundidee war, ein Produkt zur Asphaltbewehrung zu entwickeln. Durch den Einbau einer geotextilen Einlage sollten, ähnlich wie bei der Bewehrung von Beton, die Zugspannungen im Asphalt aufgenommen werden, und somit die Entstehung von Rissen im Asphalt verhindert werden. Allerdings musste man schnell feststellen, dass dieses Prinzip, angesichts der völlig unterschiedlichen Eigenschaften von Asphalt und Beton, nicht wie erwartet funktionierte. Es stellte sich allerdings heraus, dass das Produkt hervorragend die Entstehung von Reflexionsrissen bei sanierten Fahrbahnen verzögerte.

Aufgrund der guten Abstimmung seiner mechanischen Eigenschaften mit der Arbeitslinie des Asphaltes wurde schon damals der Rohstoff Polyester eingesetzt. In Zusammenarbeit mit einem Hersteller von Polyestergarnen und einer Weberei für technische Garne entstand so Anfang der 70’er Jahre das Bewehrungsgitter HaTelit®. Ein Gitter aus Polyesterfasern mit einer Maschenweite von 2,0 cm.

Im Verlauf der 70’er Jahre kam HaTelit® bei mehreren Projekten zum Einsatz. Die ersten praktischen Erfahrungen wurden gemacht und zur permanenten Weiterentwicklung von HaTelit® genutzt. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass der Verbund zwischen den Asphaltschichten einer der wichtigsten Faktoren für die erfolgreiche Funktion der Asphaltbewehrung ist. Um einen besseren Haftverbund und eine bessere Verzahnung des Mischgutes zu erreichen, wurde die Maschenweite des Gitters von 2,0 cm auf 3,0 cm erhöht.

Viele Einflussfaktoren die heute selbstverständlich sind, waren damals noch völlig unbekannt. Vergleichbare Produkte, an denen man sich hätte orientieren können, gab es noch nicht.

Gegen Ende der 70’er Jahre kam es schließlich zu eine anspruchsvollen HaTelit® Projekt

Die 45 m breite Landebahn des Brüsseler Flughafens sollte unter Einsatz von HaTelit® 30/13 saniert werden – eine große Herausforderung.

Die vorhandene Betonfahrbahn zeigte damals so schwerwiegende Schäden, dass eine vollständige Sanierung unausweichlich wurde. Um ein Durchschlagen der Dehnungsfugen und Risse der Betonplatten zu verzögern, sollte hier erstmals eine Asphaltbewehrung zum Einsatz kommen. Zunächst wurde hierfür der erste Zentimeter der Fahrbahn abgefräst, anschließend die losen Betonplatten unterfüllt und eine bituminöse Ausgleichsschicht aufgebracht. Auf die Ausgleichsschicht wurde HaTelit® 30/13 installiert.

Da durch die landenden Flugzeuge die größte Belastung in der Mitte der Landebahn liegt, wurden nur die mittleren 25 m der Landebahn bewehrt. Die 10 m breiten Randbereiche blieben unbewehrt. Die gesamte Landebahn wurde schließlich mit einer 5 cm Binder- und einer 5 cm Deckschicht überbaut. Die Sanierungsarbeiten sollten lediglich eine Verlängerung der Haltbarkeit der Landebahn für zwei Jahre sicherstellen.

Bei der ersten Begutachtung im Jahr 1983 (3 Jahre später) konnte festgestellt werden, dass in den unbewehrten Bereichen nahezu alle Dehnungsfugen der Betonplatten durchgeschlagen waren. In dem mit HaTelit® bewehrten Bereich war kein einziger Riss zu sehen. Die letzte Begutachtung fand 1990 (10 Jahre später) statt. Die Beschaffenheit der Landebahn zeigte sich dabei in bestem Zustand. Bis auf geringfügige Oberflächenbehandlungen waren bis dahin keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Die Sanierung der Landebahn mit HaTelit® 30/13 war ein voller Erfolg!

 

Landebahnsanierung auf Spitzbergen (1989)

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Im Verlauf der 80’er Jahre stieg die Nachfrage von Asphaltbewehrungen zur Sanierung von Flughäfen in Deutschland und im internationalen Raum. HUESKER konnte mittlerweile zahl-reiche Erfahrungen und Referenzen sammeln.

Durch die Weiterentwicklung der Asphaltbewehrung durch HUESKER entstand ein großer Markt. Von einigen Geokunststoffherstellern wurden auch Produkte angeboten, die ursprünglich aus dem Erd- und Grundbau kamen und nicht speziell für die Asphaltbeweh-rung entwickelt wurden.

Neben großen Erfolgen kam es gegen Ende der 80’er Jahre aber auch zu ersten kleinen Schadensfällen. Der Grund dafür war allerdings nicht immer erkennbar. Es dauerte einige Zeit bis klar wurde, dass die Beschichtung der Bewehrung ein ausschlaggebender Faktor war. Versuche mit einer bituminösen Oberflächenbeschichtung lieferten sehr gute Ergebnisse. Um einen noch besseren Haftverbund zwischen der Bewehrung und den Asphaltschichten zu erreichen, wurde HaTelit® ab jetzt mit einer bituminösen Beschichtung versehen.

Die Wirkung der Bewehrung konnte eindrucksvoll demonstriert werden, jedoch gestaltete sich der Einbau von HaTelit® nicht immer sehr einfach. Beim Überfahren mit Mischgutfahr-zeugen neigte das Material dazu, sich anzuheben und mit den Reifen zu verkleben. Um den Einbau zu optimieren, wurden im Laufe der Zeit viele weitere Versuche durchgeführt. Das Vorspannen und Festnageln der Bewehrung vor dem Einbau des Mischgutes führte zu einer deutlichen Besserung. Auf diese Weise wurde das Anheben der Bewehrung verhindert. Um einen ordnungsgemäßen und reibungslosen Einbau von HaTelit® zu gewährleisten, wurde es allerdings erforderlich, die Unternehmen vor Ort beim Einbau von HaTelit® durch Mitarbeiter der Firma HUESKER unterstützen. Dieser Einsatz zahlte sich aus.

 

 

Spannen und Festnageln von HaTelit® 30/13 Anfang der 90’er Jahre

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Nach kleineren Produktänderungen erfolgte ab Mitte der 90’er Jahre die Entwicklung von HaTelit® C40/17. Damit wurde ein vollkommen neues Produkt geschaffen. HaTelit® C40/17 ist eine Weiterentwicklung des bewährten HaTelit® 30/13 wobei das Produkt mit einem ultraleichten Vliesstoff versehen wurde, der als Verlegehilfe dient. Um einen sehr guten Haftverbund zu erhalten wurden das Gitter genau wie der Vliesstoff bituminös beschichtet. Durch die Verlegehilfe entfällt das zeitaufwändige Spannen und Festnageln des Materials wie es bei HaTelit® 30/13 erforderlich war. Erfolgt der Einbau gemäß der HUESKER - Einbauanleitung, kann ein  fehlerfreier und sehr einfacher Einbau gewährleistet werden. Versuche haben   ebenfalls gezeigt, dass die Vergrößerung der Maschenweite auf 4,0 cm einen noch besseren Haftverbund erzeugt.

 

Die einfache Verlegung und die dauerhafte Funktion zeichnen HaTelit® C 40/17 aus

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Auch heute noch ist HUESKER eine gute technische Beratung und Unterstützung beim ersten Einbau von HaTelit® wichtig.

Das heutige HaTelit® C 40/17 scheint für die Asphaltbewehrung ideal zu sein. Dies wird von unabhängigen Prüfinstituten und in unserem hauseigenen ISO 9001 zertifizierten Prüflabor permanent überprüft. Dabei werden auch andere Rohstoffe wie z.B. Glas, Carbon oder Aramid verwendet. Der Rohstoff Polyester zeigt sich jedoch nach wie vor für die Asphaltbewehrung am besten geeignet.

Unsere Erfolge der vergangenen Jahre haben bewiesen, dass Polyester der ideale Rohstoff für eine Asphaltbewehrung ist. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine gute Asphaltbewehrung die Lebensdauer einer sanierten Fahrbahn etwa um das 3- bis 4-fache verlängert. Erst nach dieser Zeit steht eindeutig fest, wie wirksam ein Bewehrungsgitter tatsächlich ist. Mit über 40 Jahren Erfahrung kann die Firma HUESKER diesen Nachweis bringen!

Bei der Entwicklung von HaTelit® wurde größter Wert auf die Sammlung und Auswertung von Praxiserfahrungen gelegt. In einer Vielzahl von Anwendungsbereichen waren vergleichbare Beobachtungen an Teilflächen möglich, die ohne Armierungen gebaut wurden. Diese Beobachtungen bestätigen den durch HaTelit® wesentlich erhöhten Widerstand gegen Rissbildungen in den angesprochenen Problembereichen.

Behauptungen einiger Hersteller von Asphaltbewehrungen, Polyestergitter seien nicht recyclierbar, haben zahlreiche Untersuchungen widerlegt.

Regelmäßig werden Probemischungen mit ausgefrästem HaTelit®-bewehrtem Mischgut durchgeführt. Eine gut dokumentierte Maßnahme ist die im Mischwerk Schwelm im Jahre 2004 eingebaute Teststrecke. Dort wurde auf eine vorhandene Asphalttragschicht Bitumenemulsion aufgebracht, HaTelit® verlegt und anschließend mit ca. 4 cm Asphaltbeton 0/11 überbaut. Diese Deckschicht wurde einige Wochen später 5 cm tief ausgefräst; also einschließlich des HaTelit®-Gitters. Das daraus gewonnene Fräsgut wurde anschließend mit 30 M.-% einer neuen bituminösen Tragschicht 0/22 CS zugegeben.

Alle nach den gültigen Vorschriften gestellten Anforderungen an das Mischgut zur Verwendung in Tragschichten wurden erfüllt. Es ergaben sich keine negativen Eigenschaften bezüglich Marshallstabilität und –fließwert, Hohlraumgehalt und Bindemitteleigenschaften.

Auch das häufig angeführte Argument, Polyestergitter seien nicht fräsbar, trifft nicht zu.

Das Fräsen von HaTelit® bewehrten Asphaltschichten bereitet in der Regel keine Schwierigkeiten. Grundsätzlich gilt beim Fräsen: je besser der Haftverbund, desto leichter ist das Fräsen. Dies ist ein wesentlicher Vorteil von HaTelit®, da sowohl die Verlegehilfe, als auch das Gitter mit einer bituminösen Beschichtung versehen ist, die für eine gute Verklebung mit den Asphaltschichten sorgen. Nur bei Fräsen mit geringer Leistung kann sich die Arbeitsgeschwindigkeit (bis auf 80 %) reduzieren.

Forschung und Entwicklung bedeuten für HUESKER Synthetic das Umsetzen von Impulsen aus der Praxis in Produkte für die Praxis. Dies beginnt mit der Auswahl geeigneter Rohstoffe, führt über die Prüfung erster Labormuster bis zur Untersuchung des Langzeitverhaltens.

HUESKER ist nicht nur ein Hersteller, nicht nur ein Lieferant, nicht nur ein rein marktorientiertes Unternehmen. HUESKER versteht sich selbst als ein Unternehmen, das den Auftragnehmer unterstützt und mit der Lösung eines Problems ausstattet.

Das Resultat sind Ingenieurlösungen mit maßgeschneiderten Geokunststoffen.