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150 Jahre HUESKER - Fachtagung

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Konferenz anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der HUESKER Synthetic GmbH

Zu einer Fachtagung am 19.-20. Januar 2012 in Düsseldorf konnte die HUESKER Synthetic GmbH als Gastgeber neben den Vertretern der Tochtergesellschaften zahlreiche nationale und internationale Geschäftsfreunde und Partner des Unternehmens sowie Vertreter von Ingenieurbüros, Prüfinstituten, Behörden und Universitäten begrüßen.

Zentrales Thema der Tagung war alles rund um die Geotechnik im Allgemeinen und Ingenieurlösungen mit Geokunststoffen im Speziellen, wie: Fragen zur Nachhaltigkeit, zu Zukunftsaussichten, Qualitätsmanagement und herausragenden Projekten.

Anspruchsvolle Themen, für die sich hochkarätige Referenten zur Verfügung gestellt hatten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Jorge G. Zornberg, Ph. D., Präsident der internationalen Gesellschaft für Geosynthetics (IGS). Er ist unter anderem „Fluor Centennial Professor“ (Professor des Jahrhunderts) für das Programm für geotechnische Wissenschaften an der Universität von Texas und Träger der Auszeichnung des Präsidenten der USA für Nachwuchswissenschaftler und –ingenieure (Presidential Early Career Award for Scientists and Engineers). 

 

Natürlich stand die Fachtagung ganz im Zeichen des 150-jährigen Jubiläums der HUESKER Synthetic GmbH. Dr. Ing. Dimiter Alexiew, Technischer Direktor der HUESKER Synthetic GmbH, ging in seiner Begrüßungsrede nicht nur auf die Entwicklung des Unternehmens ein, sondern wies in seinem Vortrag auch auf mehrere Meilensteinprojekte in der Entwicklung der Geotechnik mit Geokunststoffen hin, sowie die Verleihung des IGS-Awards in 2010.

„Wir müssen uns stets mit sehr aktuellen und herausfordernden Themen beschäftigen: so haben wir zum Beispiel gerade im vergangenen Jahr viel getan, um unsere Effizienz zu steigern.“  Ein weitreichender Strategieprozess hatte die Weichen für den stetigen Erfolg in allen Unternehmensbereichen gestellt.

„Am 27. Dezember 1861 gegründet, blicken die Mitarbeiter der HUESKER Synthetic GmbH auf eineinhalb Jahrhunderte im Dienste von Kunden und Partnern zurück“, resümierte Dr. Alexiew. HUESKER hat es durch stetige Investitionen in Forschung und Technik weltweit bis an die Spitze geschafft.

Dr. Alexiew ging auch auf die größte Krise in der Unternehmensgeschichte ein, die gleichzeitig den Umschwung bedeutete: Während der Nachkriegsjahre wurde die Situation der Firma aufgrund der ausländischen Konkurrenz, auch im Bereich der höherwertigen Gewebe, immer schwieriger. Ab den 60er Jahren konzentrierte sich das Unternehmen dann auf die Herstellung und den Vertrieb von Produkten aus synthetischen Garnen und Kunststoffen für den Einsatz im Wasserbau und im sonstigen Tiefbau, wofür heute der Begriff „Geokunststoffe“ steht. Damit wurde der Grundstein für die HUESKER Synthetic GmbH gelegt.

„Auf dieser soliden Basis konnte all die Jahre sicher gebaut werden und sie ist heute Voraussetzung für unser stetiges Wachstum“, erklärte Dr. Alexiew.

Kann man Zukunft managen? Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts

Als fachfremder, aber nicht weniger interessanter Redner trat Prof. Dr. Eckhard Minx, Zukunftsforscher, zum Abschluss vor das Publikum. 

 

„Viele unserer Entscheidungen, und gerade jene mit langem Zeithorizont und weitreichenden Konsequenzen, müssen heute in einem turbulenten Umfeld ganz bewusst und mit Blick auf die Handlungsfolgen getroffen werden,“ stellte Professor Dr. Minx am Anfang seines Vortrages eine These auf, die sich auch bei HUESKER in der Vergangenheit oft bewahrheitet hat. Die gewachsene Reichweite von Entscheidungen und die Einsicht in diese Reichweite ließen zudem den Ruf nach einer umfassenden Welt- und Problemsicht laut werden. Die Notwendigkeit, sich gezielt mit Zukunft zu beschäftigen, habe hierin – neben der „Verflüssigung von Konstanten“ (Wolfgang Streek) – einen ihrer zentralen Gründe. Prof. Dr. Minx zeigte auf, dass dabei drei Aspekte wichtig seien:

„1. Wir werden die Zukunft zwar nie vorauswissen können, aber vorbeugendes Nachdenken ist eine der Voraussetzungen für vorbeugendes Handeln. Ohne jegliche plausible Vorstellung über die Zukunft kann kein vernünftiges Verhalten begründet werden. Wir brauchen die gedankliche Analyse möglicher zukünftiger Entwicklungen, denn unsere Entscheidungen orientieren sich an Erwartungen: "Denken auf Vorrat" lautet die Devise.

2. Entwicklungen früher als Wettbewerber zu erkennen, einzuschätzen und nach den jeweiligen Chancen und Risiken zu beurteilen, ist eine der Erfolgsbedingungen unternehmerischen Handelns.

3. Innovative Institutionen nutzen Visionen und Zukunftsbilder, um die Bedarfe von morgen zu antizipieren und mitzuprägen. Zukunftsvisionen dienen der Risikoeingrenzung wie auch der aktiven Einflussnahme auf das Geschehen. Durch hohe Flexibilität und Orientierung an langfristigen Zielen begründen sie Wettbewerbsvorteile.“

„Wandel ist die große Konstante allerorten. Und die Überzeugung wächst, dass die Turbulenzen um uns herum nicht etwa nur wie ein Hurrikan über das Land ziehen, der bald vorbei ist, sondern dass die Veränderungen weiter andauern und sich eher noch beschleunigen werden“, prognostizierte Prof. Dr. Minx. Heute und in Zukunft müsse in unbekannten Gewässern navigiert werden. Die Erfahrung beweise, dass mit Patentrezepten immer seltener erfolgreich zu operieren sei. „Was aber wird benötigt?“, richtete Minx die Frage an das aufmerksame Publikum. „Allemal sind Hinweise gesucht, die in dem verworrenen Umbau der Welt, der Märkte und Strukturen so etwas wie Übersicht ermöglichen. Gefragt sind Anhaltspunkte, die einigen Erschütterungen widerstehen, die etwas mehr Stabilität im immerwährenden Wandel aufweisen und die über das Faktenwissen hinaus auch Orientierungswissen zur Verfügung stellen“, so Minx weiter.

Eine Antwort auf diese Herausforderung lautet: „Zukunft bewußt denken“. Was ist darunter zu verstehen? Szenarioprozesse sind z. B. geeignet, sich den Fragestellungen einer komplexen wie auch komplizierten Zukunft zuzuwenden. Sie können Kristallisationspunkt für ein „Denken auf Vorrat“ sein, indem sie die Nichtdeterminierbarkeit der Zukunft reflektieren. „Dies zwingt zwar zur Bescheidenheit, macht aber immer wieder deutlich, dass die Zukunft ein Kind der Gegenwart im Sinne von Gestaltbarkeit ist“, schloss Prof. Dr. Minx seinen Vortrag ab.

Das muss gefeiert werden!

Zum Abschluss einer gelungenen Konferenz lud die HUESKER Synthetic GmbH in das „Classic Remise Meilenwerk“ in Düsseldorf ein. Mit einem Galaabend der besonderen Art wurde das 150-jährige Firmenjubiläum gefeiert.

 

Der Abend stand ganz unter dem Motto „Unser Markenzeichen - die besten Köpfe!“. Bei der Jubiläumsgala spürte man das Gemeinschaftsgefühl und den Stolz auf das Geleistete und dieses „Wir-Gefühl“ war auch unter den Gästen spürbar. Das Fest war ein Dankeschön an die Mitarbeiter und Kunden, die den 150-jährigen Erfolg der HUESKER Synthetic GmbH maßgeblich mitbestimmt haben.

 „Wenn ein mittelständisches Unternehmen auch nach 150 Jahren noch erfolgreich am Markt operiert, dann ist das Anlass zur Freude“, stellte Dr. Rittstieg, Beirat der HUESKER Synthetic GmbH, begeistert fest. Zudem betonte er, diese Freude teile man gerne mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern.

Das Meilenwerk Düsseldorf hat sich als eine der attraktivsten Eventlocations in Düsseldorf etabliert. Eine einzigartige Mischung aus historischer Architektur und klassischen Fahrzeugen mit einem unvergleichlichen Ambiente macht es zu einer ganz besonderen Location.

Neben zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten genossen die Gäste bei unserem Jubiläumsevent eine Zeitreise durch die Jahre 1861 – 2011. Die Jahrzente wurden künstlerisch präsentiert. Wer kennt sie nicht, die Bilder der Deutschen Wochenschau und der heutigen Tagesschau. Diese wurden genutzt und thematisch ausgewählt, um die damalige Zeit wieder lebendig werden zu lassen. Darin integriert wurden Bilder von HUESKER, z.B. historische Fotos vom Standort, von Mitarbeitern, Maschinen und Produkten.

Die spannenden und unterhaltsamen Filmeinspieler wurden zusätzlich durch Varieté-Acts, die die unterschiedlichen Jahrzehnte künstlerisch repräsentieren, lebhaft in Szene gesetzt.

Beim Jubiläum „lustwandelten“ die Gäste von HUESKER sozusagen durch 150 Jahre Unternehmens- und Zeitgeschichte.

Atemberaubende Modenschau

Es gibt Outfits, Kostüme und Stylings, die kommen mal von der Stange, mal vom Fließband. Unsere Mode allerdings ist ein einzigartiger Blickfang. 

 

Denn die extra für dieses Jubiläum geschneiderten Kostüme und Hüte sind etwas ganz Besonderes: die Kleider sind aus Produkten von HUESKER erstellt und spiegeln die Modestile verschiedener Jahrzehnte wieder.

Zur passenden Epoche wurden die entsprechenden Kleider auf der Bühne präsentiert. Abgerundet wurde der Abend durch den Auftritt einer Live-Band, viele informative Gespräche und anregende Diskussionen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal bei unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitern, die dieses Jubiläum möglich gemacht haben. Wir wünschen Ihnen und uns für die nächsten 150 Jahre weiterhin Glück und Erfolg.