Wasserdichter Deich dank HUESKER-Dichtungsbahn
Als die Helfer bei der großen Oderflut 1997 und der Elbeflut im Sommer 2002 gegen die Wassermassen kämpften und die Deiche abdichteten, stellten sie sich oft eine Frage: Werden die Deiche halten? Denn nicht allein das Übertreten des Flusses wurde zu einem Problem - die Deiche drohten durchströmt und wassergesättigt zu werden und damit ihre Schutzfunktion zu verlieren.
Deiche sind oft historische Bauwerke, die Menschen verwendeten Materialien aus ihrer Umgebung, um sich gegen das Wasser zu schützen - Sand, Bauschutt, Erde. Doch auch wenn ein neuer Deich angelegt wird, gilt es ein Problem zu lösen: der schützende Wall muss auch in einer kritischen Situation standhalten, Wasser darf nicht in ihn eindringen können. Heute stehen für diese Sicherungsmaßnahmen moderne geosynthetische Materialen zur Verfügung, wie sie die Firma HUESKER produziert.
Der Rotbach in Dinslaken drohte zu solch einem Problemfall zu werden: "Unterhalb des Gebiets wird Kohle abgebaut. Wenn irgendwann ein verlassener Stollen zusammenbricht, senkt sich die gesamte Stelle und der Bach hätte die Möglichkeit, sich in diese Senke auszubreiten", erklärt Bauleiter Markus Böhmer vom Lippeverband die Situation, der der Bauherr des Vorhabens ist. Um die Überflutung des Hinterlandes zu verhindern, wird ein Deich den Rotbach in seinem Bett halten. Doch hat man hier mit ähnlichen - wenngleich natürlich nicht vergleichbar dramatischen - Schwierigkeiten zu tun wie die Helfer im Odergebiet: Weil der Deich aus Kohleabraum gebaut wird, muss auch er zusätzlich vor einem längeren Wassereinstau geschützt werden. Bei der Baumaßnahme des Lippeverbandes kommt deshalb eine Geokunststoff-Ton-Dichtungsbahn (Typ NaBento RL-N) der Firma HUESKER zum Einsatz. Bauleiter Markus Böhmer: "Die Dichtungsbahn kapselt die Waschberge, also den Kohleabraum, ab, so dass diese nicht mehr durchfeuchtet werden können."
Etwa 15.000 Quadratmeter der Geokunststoff-Ton-Dichtungsbahn werden auf den knapp 4 Kilometern entlang des Rotbachs verbaut, der im städtischen Außenbezirk von Dinslaken liegt, meist umgeben von Feldern und Pferdekoppeln. Die Dichtungsbahn aus dem Hause HUESKER ermöglicht es ebenfalls, ein Problem zu umgehen, das sich am Rotbach stellt: Weil der Untergrund im Böschungsbereich eben bleiben muss, durfte er nach der Vorbereitung durch das ausführende Bauunternehmen Heijmans Bau GmbH aus Goch nicht mehr befahren oder begangen werden. "Man kann sich das wie bei einem Teppich vorstellen, der auf einem ebenen Boden verlegt werden muss", erläutert Markus Böhmer. Deshalb ist eine nachträgliche Fugennachbehandlung mittels Kleber oder Bentonitpulver oder -paste nicht möglich. Die hier verwendete Dichtungsbahn enthält aber eine 50cm-Bentoniteinstreuung im Kantenbereich.
Markus Böhmer ist zuversichtlich, dass die Baumaßnahme, die von Januar bis Dezember 2003 geplant ist, rechtzeitig beendet werden kann. "Vielleicht werden wir sogar etwas früher fertig", so der Bauleiter. Somit ist festzuhalten, dass die GTD - Typ NaBento - sowohl im Bereich der Oder, der Elbe und jetzt auch in NRW dazu beiträgt, die Anwohner gegen Hochwasser-Katastrophen zu schützen.
Abb. 1: Schutz vor dem Wasser: Am Rotbach in Dinslaken sorgt die Geokunststoff-Ton-Dichtungsbahn (Typ NaBento RL-N) aus dem Hause HUESKER dafür, dass das Hinterland nicht überflutet werden kann. 15.000 Quadratmeter Dichtungsbahn kapseln die Waschberge an und verhindern ein Durchfeuchten selbst bei Hochwasser.
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Abb. 2: Die schematische Darstellung zeigt den Aufbau der Deichanlage am Rotbach. Die gelb gekennzeichnete Geokunststoff-Ton-Dichtungsbahn (Typ NaBento RL-N) schützt den darunter liegenden Waschberg, der aus Kohleabraum besteht.





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