HUESKER-Wasserbau-Vliesstoff
sichert Sohle des Mittellandkanals in Minden
Der Mittellandkanal: Eine der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands, Verkehrsweg für den Binnenschiffverkehr von West nach Ost. Weil die Schiffe immer tiefer beladen werden - inzwischen bis 2,50 Meter - ergab sich am Mittellandkanal Minden West ein Problem: "Der Abstand zwischen den Schiffsschrauben und der Kanalsohle ist im Laufe der Zeit immer geringer geworden", so Bauingenieur Andreas Kagel. Die Sohle bestand bislang aus einer Tondichtung, auf der eine etwa 70 Zentimeter dicke Stützschicht als Gemisch aus Kies, Abraum und Ton lag. Diese Mischung drohte von den Schiffsschrauben aufgewirbelt zu werden - die Tonschicht hätte somit auf Dauer ihre Dichtungsfunktion verloren: Weil die Wasserströmung die Tonteilchen nach und nach mitnimmt, wäre die Dichtigkeit der Sohle nicht mehr gewährleistet gewesen.
Bei dem Bauvorhaben, dessen Leiter Andreas Kagel von der ausführenden Firma Josef Möbius ist, sollen daher von dieser 70 Zentimeter dicken Schicht 40 Zentimeter abgetragen und ein teilvergossenes Schüttsteindeckwerk als Sohlsicherung eingebaut werden. Dieses Deckwerk besteht aus einer 40 Zentimeter dicken Steinschüttung aus Wasserbausteinen, Klasse II, sowie einer geotextilen Filtermatte der Firma HUESKER: ein von der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) geprüfter HaTe®-Vliesstoff, Typ E 800/2, der das Abwandern von Ton künftig unterbindet. Dabei gibt es hohe Anforderungen an das verwendete Geotextil. Andreas Kagel: "Zum einen muss das Vlies sehr widerstandsfähig und reißfest sein - zum anderen wird eine auf den Boden abgestimmte Filterfunktion erwartet." Damit der feinkörnige Untergrund nicht durch das daraufliegende Vlies gelangen kann, muss das Geotextil sicher trennen. So verhindert der HaTe®-Vliesstoff aus dem Hause HUESKER, dass eine Wanderbewegung entsteht, die die Stabilität der Kanalsohle gefährden würde. Etwa 230.000 Quadratmeter des Geotextils werden verlegt, auf den Vliesstoff kommt dann eine 40 Zentimeter tiefe Steinschüttung.
Bis in einer Wassertiefe von 4 Metern wird auf den 4 Kilometern des Mittellandkanals gearbeitet, der an dieser Stelle komplett im Mindener Stadtgebiet verläuft. "Dadurch gibt es eine ständig wechselnde Kanalbreite und eine Vielzahl von Brücken", so Bauleiter Andreas Kagel. Auch soll der Binnenschifffahrtsverkehr während des Bauvorhabens, das bis Oktober 2003 dauert, weiterhin stattfinden.
Abb. 1: BU MLK: Das HaTe®-Vlies wird auf die Sohle am Mittellandkanal in Minden aufgebracht und anschließend mit einer Steinaufschüttung gesichert. Nach dem Ausrollen wird der Vliesstoff auf die Sohle abgesenkt - dort verhindert das Geotextil ein Abschwemmen des feinkörnigen Untergrundes.
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Abb. 2: BU MLK: Für die Bauingenieure ist es keine leichte Aufgabe, die Sohle des Kanals zu sichern: Es wird in einer Wassertiefe von bis zu vier Metern gearbeitet, weil die Baustelle sich komplett im Stadtgebiet befindet, gibt es außerdem ständig wechselnde Kanalbreiten und Brücken. Umso wichtiger, dass hier ein flexibles Material zum Einsatz kommt.





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