HUESKER-Geokunststoffe sichern den Hochwasserschutz in Sachsen
Als 1954 die Pleiße und die Weiße Elster in Sachsen über die Ufer traten, waren die Schäden immens - 77 Millionen Mark, so wird geschätzt, versanken damals in den Fluten des Jahrhunderthochwassers.
So fasste man Ende der 50er Jahre den Plan, die Stadt Leipzig mit verschiedenen Schutzmaßnahmen künftig vor solchen Schäden zu bewahren. Dazu gehörte auch der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Regis-Serbitz.
Doch auch wenn das Becken fast ein halbes Jahrhundert seine Funktion erfüllte - nichts ist für die Ewigkeit. Als im Zuge des Pleißehochwassers im Jahr 2002 ein Einstau erfolgte, kam es zu erhöhten Pegelständen in den Überwachungspegeln des nördlichen Absperrdamms und - schlimmer noch - zu starken Wasseraustritten am luftseitigen Dammfuß. Wird dabei Bodenmaterial ausgespült, ist die Standsicherheit des Dammes gefährdet.
Eine Analyse der Gesamtlage tat Not. So wurde der gesamte Dammabschnitt auf Schwachstellen untersucht und dazu geophysikalisch erkundet. Das Problem wurde schnell deutlich: "Die Auelehmschicht unter dem Dammfuß war an einigen Stellen regelrecht durchlöchert", erklärt Dr. Janusz Sobolewski von der Firma HUESKER. Würde das Becken bei Hochwasser erneut eingestaut werden und kommt es nicht nur zu Wasseraustritten, sondern auch zu Bodenausspülungen droht ein Dammbruch und Regis-Breitingen würde überflutet werden. Soviel war klar, diese Schwachstelle muss beseitigt werden.
Das Rückhaltebecken ist sonst beim nächsten Hochwasser als Schutz nicht mehr geeignet, ein Einstau nicht zu verantworten.
Doppelstrategie mit HUESKER-Geokunststoffen
Verschiedene Lösungen wurden durchkalkuliert, bis sich die planende KUBENS Ingenieurgesellschaft mbH zusammen mit dem Auftraggeber, der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, Betrieb Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster, schließlich für eine wirtschaftliche Doppelstrategie entschied: Eine luftseitige Drainage soll für Entlastung sorgen und eine Auflastschüttung den Dammfuß stabilisieren.
Kiesdrainagepfähle, umhüllt mit filterstabilen Geokunststoffschläuchen der Firma HUESKER, schaffen dabei eine hydraulische Verbindung zwischen dem Grundwasserleiter im Liegenden der Auelehmschicht und der Drainagerohrleitung, die über den Kiespfählen angeordnet ist. Sowohl die Außenhaut - eine HaTe®-Gitterplane vom Typ 50.145 - als auch die Innenseite, der Vliesstoff HV 4720, garantieren verlässliche Filterstabilität. "Bei einem Einstau kann jetzt eine kontrollierte Ableitung des zuströmenden Grundwassers erfolgen", legt Dr. Sobolewski diesen Teil der Strategie dar. Dadurch kann sich der standsicherheitsgefährdende Sohlwasserdruck an der luftseitigen Dammböschung weitgehend abbauen. Abgeleitet wird das aufsteigende Wasser im Bedarfsfall in das Unterwasser des Pleißewehrs. Dank der planerischen Lösung der KUBENS Ingenieurgesellschaft und des Einsatzes von Geokunststoffen aus dem Hause HUESKER sind die Standsicherheit des Dammes und damit der Hochwasserschutz an der Pleiße wieder gewährleistet. Das Hochwasserrückhaltebecken wurde im Winter 2005/2006 bereits mehrfach eingestaut. Das System hat dabei seine Bewährungsprobe bestanden.
Abb. 1:
Einbau der Kiesdrainagepfähle, die mit filterstabilen Geokunststoffschläuchen von HUESKER umhüllt sind.





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