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Erdfallsicherung für BAB A 143

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Fortrac® Geogitter - Erdfallsicherung für die neue BAB A 143

Westumgehung Halle a. d. Saale

Mit dem Bundesverkehrswegeplan 1992 hat das Bundeskabinett der Bundesrepublik Deutschland 17 Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE) beschlossen. Das VDE Straßen-Projekt Nr. 13 behandelt die Autobahnverbindung A38-Göttingen-Leipzig, einschließlich der A143-Westumfahrung Halle. Dadurch wird der Anschluss an die A7 bei Göttingen und die A14 bei Leipzig sowie für die Westumfahrung Halle zwischen der A38 und A14 hergestellt. Vor den Toren von Halle Neustadt verläuft die Trasse über einen erdfallgefährdeten Bereich eines ehemaligen Braunkohlebergbaugebietes. Eine alternative Trassenführung wurde geprüft und schied aus.

Im Rahmen der verschiedenen Sicherungsmöglichkeiten entschied man sich für die wirtschaftliche Lösung mit Fortrac®-Geogittern. Zur Sicherung gegen den Erfall wurde ein Überbrückungssystem mit einer einlagigen hochzugfesten Geokunststoffbewehrung aus Fortrac® - AM (Aramid / PVA) hergestellt. Sobald ein Erdfall auftritt, überbrückt das Kunststoffgeogitter Fortrac® den entstandenen Hohlraum und sichert somit den Verkehr. Das System zur Überbrückung von Erdfällen wurde für einen Durchmesser von 4,00 m ausgelegt - der Einbau erfolgte projektgemäß nach einer dynamischen Intensivverdichtung mit Fallplatten.

Das Geogitter vom Typ Fortrac® R 1200/100-10 AM wurde vom Hersteller HUESKER Synthetic GmbH nach Verlegeplänen maßgeschneidert für diese Baumaßnahme angefertigt. Ein lückenloses Qualitätssicherungssystem mit Eigenprüfung der verwendeten Garne und des zu fertigenden Geogitters durch das akkreditierte HUESKER Labor wurde ergänzt durch eine Fremdüberwachung nach DIN 18 200 sowie Kontrollprüfungen des Auftraggebers DEGES Berlin.

Erst danach erhielt das Material die Freigabe zum Einbau. Im Auftrag der Deges Berlin führte das Aachener Ingenieurbüro WBI (Prof. R. Ing. W. Wittke, Beratende Ingenieure für Grundbau und Felsbau GmbH) die Planung, Bemessung und Bauüberwachung aus. Die Verlegepläne für die Geogitter erstellte "DAS BAUGRUNDINSTITUT" Dipl.-Ing. Knierim Leipzig mit Unterstützung der HUESKER Ingenieurabteilung Anwendungstechnik. Außerdem wurden der Ausführungsfirma WALTER -HEILIT - Verkehrswegebau zum Beginn des Einbaus fachliche Hinweise gegeben. Die Verlegung des Geogitters erfolgte einlagig in Längsrichtung unter Einhaltung der für die Kraftübertragung im Überlappungsbereich längs und quer vordefinierten Maße. Um die Kraftaufnahme des Geogitters bei einem Erdfall möglichst schnell zu mobilisieren, wurde das Geogitter unter einer vorbestimmten Spannung eingebaut. Hierfür hat HUESKER eine spezielle Verlegetraverse entwickelt, an der sich durch Einstellung eines Abrollwiderstandes eine gegebene Vorspannung erzeugen lässt. Jede einzelne unter Vorspannung stehende Geogitterbahn wurde im Vorkopfverfahren überschüttet und auf diese Weise fixiert. Anschließend erfolgte die Verdichtung der eingebauten Kiesbettung.

Insgesamt wurde eine Menge von ca. 160.000 m² Geogitter geliefert. Damit wurden 2,60 km Verkehrsoberfläche der A 143 bei Teutschenthal geschützt. Die Landstraße L 164 überquert hier die BAB A 143. Auch sie erhielt in diesem Bereich auf einer Länge von knapp 280 m eine Geokunststoffbewehrung mit Fortrac® R 1200/100-10 AM als Sicherung gegen eine Erdfallgefährdung.

 

Abb. 1: Das Geogitter Fortrac® wurde von HUESKER nach Verlegeplänen maßgeschneidert angefertigt und mit einer speziellen Vorspanneinrichtung eingebaut.

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Abb. 2: Das Luftbild dokumentiert die Dimensionen der Baumaßnahme, für die HUESKER insgesamt ca. 160.000 m² Fortrac® Geogitter lieferte.

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Abb. 3 Die Grafik zeigt das Standardquerprofil wie es beim Bau der BAB A143 zum Einsatz kam.

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