Deponie Koppelwald
Links und rechts der Straße liegen Pferdekoppeln, die dem nahen Koppelwald seinen Namen gegeben haben. Dort wurde früher Kalk gefördert, später legte man eine Deponie an.
Die stellt heute - inmitten der Idylle des Waldes - heute ein Problem dar: Die Deponie wurde vor 30 Jahren geschlossen, die Natur soll diesen Ort wieder zurückerobern - doch darf die Umwelt nicht durch die Altlasten gefährdet werden. "Vor allem bei Regen droht das Wasser Schadstoffe aus dem Boden auszuwaschen, die dann ins Grundwasser gelangen könnten", sagt Guido Lieser von der ausführenden Baufirma Backes.
Drei Aufgaben gilt es deshalb im Koppelwald in der Nähe des saarländischen Ormesheim zu lösen: Die Altdeponie muss nach oben hin abgedichtet werden. Es muss zudem eine flächige Dränage angelegt werden, um durchsickerndes Regenwasser abzutransportieren. Und weil ein Neigungswinkel von fast 22 Grad vorliegt, muss die Oberflächenabdichtung gegen böschungsparalleles Gleiten (Abrutschen) gesichert werden. Dabei gilt es eine Fläche von etwa 90.000 Quadratmetern so aufzubereiten, dass das angrenzende Waldgebiet sich wieder ausbreiten kann.
Drei Aufgaben, die im Koppelwald seit Ende 2002 mit drei Produkten aus dem Hause HUESKER bewältigt werden. Die Backes Bauunternehmung GmbH aus Tholey-Theley verlegt, um die Oberfläche der einstigen Kalksteingrube abzudichten, etwa 100.000 Quadratmeter Geokunststoff-Ton-Dichtungsbahnen (GTD) vom Typ NaBento® RL-C. Der Vorteil dieses Produkts: NaBento®
RL-C erfüllt die damaligen Zulassungskriterien des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) als einlagig verlegtes Dichtungselement, anstelle der sonst geforderten 2-lagigen Verlegung. Damit muss lediglich eine GTD verlegt werden - eine Zeit- und Kosteneinsparung.
"Die Altdeponie wird durch die GTD abgekapselt, so dass das Risiko des Wassereindringens wesentlich verringert wird", so Guido Lieser.
Auch die Dränmatte vom Typ Enkadrain® - als Lösung für den Wasserabfluss - erweist sich als sehr günstig: Ursprünglich hatte man eine Kiesdränage von 30 Zentimeter Dicke geplant - doch kann eine Dränmatte - bei höherer Wasserableitkapazität - deutlich schneller und günstiger verlegt werden.
Und schließlich das Problem des Abrutschens: Um ein möglichst großes Füllvolumen zu erhalten und damit die Fläche optimal auszunutzen, wurden damals die Außenböschungen der Deponie sehr steil ausgeführt. Aus diesem Grund muss heute verhindert werden, dass der Aufbau der Oberflächenabdichtung in sich gleiten kann und abrutscht.
Beim Bau von Böschungen mit hoher Neigung reichen die Kontaktreibungswinkel zwischen den einzelnen Schichten oft nicht aus. Die Böschung muss daher zusätzlich gegen Abrutschen gesichert werden. Hier kommen die Fortrac®-Geogitter, in diesem Fall mit einer Höchstzugkraft von 200 bis 350 kN/m, zum Einsatz. Die Produktqualitäten zahlen sich bei diesem Projekt besonders aus. Die Geogitter lassen Wasser gut durch, wodurch ein Wasserstau oberhalb der Dränmatte vermieden wird, außerdem sind die Geogitter kostengünstig. Durch die generell guten Beständigkeiten und die hohen Bemessungsfestigkeiten von Fortrac® - hier bemessen für einen Zeitraum von 120 Jahren, bei geringen Dehnungen - hat die Natur genügend Zeit die Altdeponie wieder zu umschließen und einzunehmen.
Abb. 1: Rings um das ehemalige Deponiegelände liegt der Koppelwald. Die Aufgabe war, das Gebiet so aufzubereiten, dass die Natur sich das Terrain problemlos zurückerobern kann.
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Abb. 2: Durch die relativ hohe Neigung von fast 22 Prozent ist die böschungsparallele Gleitgefahr an den Rändern der Oberflächensicherung recht hoch. Fortrac®-Geogitter lösen dieses Problem günstig und dauerhaft.
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Abb. 3: Weil über dem Deponiekörper nur eine GTD verlegt werden muss, sparen die Arbeiter der ausführenden Baufirma Backes Zeit - und damit Kosten.






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