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Bewehrte-Erde-Verbundkonstruktion sichert Baugrund

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Bahnknoten Gröbers
Bewehrte-Erde-Verbundkonstruktion sichert Baugrund

Workshop "Bewehrter Erdkörper mit High Tech Warnanlage"

Große Resonanz und Anerkennung seitens der rund 120 Teilnehmer fand der internationale Workshop "Bahnknoten Gröbers" in Merseburg. Veranstalter waren gemeinsam mit dem Auftraggeber des Projekts, der DB Projekt Verkehrsbau, einer Tochter der Deutschen Bahn AG, die Firmen HUESKER Synthetic und Glötzl. In Fachvorträgen und Baustellenexkursionen wurde das Projekt vor internationalem Fachpublikum umfassend vorgestellt. Der Bahnknoten stellt eine weltweit einmalige Baumaßnahme dar.


Bahnknoten liegt auf ehemaligem Bergbaugebiet

Nahe der Saalkreisgemeinde Gröbers zwischen Halle und Leipzig entsteht im Zuge des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8, der Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle-Berlin, ein neuer Eisenbahnknoten mit Hochgeschwindigkeitsgleisen. Der Eisenbahnknoten liegt über einer ehemaligen Kohlengrube, wo noch bis in die dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts in nur 30 m Tiefe bergmännisch abgebaut wurde. Da die Lage der Abbaukammern und deren Zustand nicht genau bekannt sind, mußte für dieses Bahnprojekt eine großflächig auf ca. 100 x 1000 m wirksame Baukonstruktion gefunden werden, die trotz eines jederzeit möglichen Erdfalls an beliebiger Stelle den Eisenbahnbetrieb bei Hochgeschwindigkeit von 300 km/h sicher ermöglicht und zwar bis zur Sanierung des Hohlraumes. Nach Aufzeichnungen des Bergamtes können Erdfälle mit Durchmessern von maximal 4 m auftreten. Für die Konstruktion des Unterbaus wurde eine bahnweit einzigartige Sicherungskonstruktion aus mehreren Schichten entwickelt, einschließlich einer aktiven Warnanlage bei Erdfällen!


Sicherheit bei Erdfällen durch Fortrac® Geogitter

Eine entscheidende Sicherheitsfunktion im Bahnknoten Gröbers übernimmt Fortrac® von der Firma HUESKER. Das Bauwerk, eine Erde-Verbund-Konstruktion, besteht aus einem mit hydraulischen Bindemitteln stabilisierten Erdkörper und einer Bewehrung mit Fortrac®-Geogitter. Eine Warnanlage der Firma Glötzl erfasst und meldet jeden Erdfall, der unterhalb des schützenden Geogitters auftritt, an eine Leitstelle. Das in Längs- und Querrichtung je einlagig verlegte Fortrac® übernimmt in diesem Fall sofort den Schutz des Dammbauwerkes und verhindert durch seine Armierungswirkung, dass der Erdfall weiter nach oben wandern kann. Mit Fortrac® R 1200/100-10 AM kommt das stärkste Geogitter, das gegenwärtig überhaupt am Markt verfügbar ist, zum Einsatz (1200 kN/m in Längsrichtung).

Nun bleibt bis zu 4 Wochen Zeit, den Erdfall durch Einbringung von Injektionen zu sanieren. Der Bahnverkehr läuft unterbrechungsfrei weiter. Die Sicherungseinrichtung ist so dimensioniert, dass die Senkungen maximal 3 mm im Gleiskörper betragen.

Die Zulassung des Bauverfahrens erfolgte im Einzelfall. Umfangreiche Berechnungen und praxisnahe Feldversuche halfen maßgeblich bei der Entscheidungsfindung. Hervorzuheben ist auch die intensive Kooperation aller beteiligten Partner. Diverse Referenzobjekte von HUESKER, die anerkannte Kompetenz ihrer Abteilung Anwendungstechnik und das technische Know How in der Herstellung von Hochleistungs-Geogittern waren ein gewichtiger Beitrag.

 

Abb.1 (ganz links, stehend)
Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Ast von der FH Biberach Hochschule f. Bauwesen,
Lehrgebiet Geotechnik war der Hauptreferent der Veranstaltung.

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Abb. 2 Ein Baustellenbesuch war Bestandteil des Workshops.
Vor Ort bot sich die Gelegenheit den Einbau von Fortrac® zu verfolgen.

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